be4energy GmbH – Mit smarter Technik die Energiewende vorantreiben
Seit rund einem Jahrzehnt arbeitet be4energy aus Berlin daran, Energieversorgung dezentral, nachhaltig und teilhabeorientiert zu gestalten. Die be4energy GmbH entwickelt dafür innovative Hardware- und Softwarelösungen, die erneuerbare Energieanlagen flexibel mit dem Stromnetz und dem Energiemarkt verknüpfen.

INTERVIEWERIN
Was macht denn euer Unternehmen zu einem suffizienzorientierten Unternehmen?
b4energy
Wir haben uns viele Gedanken über die Langlebigkeit unserer Produkte gemacht – insbesondere bei der Hardware. Unser Ziel ist es, sie so lange wie möglich im Einsatz zu halten. Dafür setzen wir auf drei Dinge: Bereits beim Design achten wir auf Robustheit und Industriequalität. Zweitens: Wir bieten Reparaturen an – bei einem Defekt kann das Gerät eingeschickt werden, wir prüfen es, ersetzen defekte Komponenten und senden es wieder zurück. Und drittens: Wir nehmen Altgeräte zurück – nicht zum Verschrotten, sondern zum Ausschlachten. Noch funktionsfähige Teile nutzen wir für Reparaturen oder stellen daraus generalüberholte Geräte her, die wieder in den Umlauf kommen.
"Unser Ziel ist es, sie so lange wie möglich im Einsatz zu halten."
INTERVIEWERIN
Gab es einen Auslöser oder ein bestimmtes Ereignis, woraufhin ihr mit Suffizienz-Maßnahmen begonnen habt?
B4energy
Ich würde sagen, das war bei uns von Anfang an angelegt – es steckt in der DNA der Firma. Uns gibt’s jetzt seit zehn Jahren, und die Gründer hatten schon damals eine klare Haltung: ein bisschen links-grün, wie man so sagt. Wir wollten etwas Sinnvolles tun, und mit erneuerbaren Energien in der grünen Branche unterwegs zu sein, fühlte sich einfach richtig an.
Über die Gemeinwohlökonomie sind wir dann zu einer systematischeren Herangehensweise gekommen. Seitdem begleitet uns die Frage: Wie können wir uns als Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern?
INTERVIEWERIN
Abschlussfrage. Was hat euer Unternehmen durch den Suffizienzfokus gewonnen?
B4energy
Spannendere Mittagspausen. Aus unternehmerischer Sicht hatten wir tatsächlich einen Vorteil über die Problematik der Nichtverfügbarkeit von Komponenten. Wie viele andere hatten auch wir mit Engpässen zu kämpfen. Aber weil wir reparieren konnten, weil wir eine gute Lagerhaltung hatten und flexibel waren, konnten wir Kund:innen versorgen, die woanders nichts mehr bekommen haben. Das hat uns neue Aufträge gebracht – nicht, weil wir alles besser gemacht hätten als andere, sondern weil unsere Strukturen in dem Moment einfach gut gegriffen haben. Natürlich gab es auch andere, die gut durch diese Zeit gekommen sind. Aber ohne unser Reparaturangebot und unsere vorausschauende Lagerstrategie wäre es für uns selbst definitiv schwieriger geworden.