
Strategien für maßvolles Wirtschaften
Maßvoll wirtschaften ist die Umsetzung von Suffizienz im Unternehmenskontext.
So entsteht eine Wirtschaft, die Ressourcen schont und Zukunft ermöglicht.
Das bedeutet:
Damit Maßvolles Wirtschaften im Unternehmen gelingt, braucht es mehr als gute Ideen. Entscheidend sind Menschen, Haltung – und manchmal auch äußere Impulse.
Was sagen Unternehmen zu den Strategien?
Strukturen, die Verantwortung möglich machen
Mehr als die Hälfte (63 %) der befragten Unternehmen haben eine Unternehmensführung und Eigentümerstruktur, die sich an maßvollem Wirtschaften orientiert.
„Wir sind gerade dabei, die Anteile der GmbH, die für den Reparaturbereich zuständig ist, zur Hälfte an die Mitarbeitenden aufzuteilen. Wir bräuchten allerdings bessere wirtschaftliche Ergebnisse, um uns das leisten zu können. Wir müssen diese Anteile noch ansparen.“ – RUSZ
Konsumkritik als Teil der Kommunikation
67 % der befragten Unternehmen geben an, ihre Kommunikation zu nutzen, um Kund*innen zur Bedarfsreflektion und zu kritischem Konsum aufzurufen.
„Es ist uns wichtig, unsere Kund*innen zum Nachdenken über Konsum anzuregen – etwa über unsere Website.“ – ReNatour
Verlängerte Nutzung statt Neukauf
33 % der befragten Unternehmen bieten Dienstleistungen für Reparatur, Wiederverwendung & Nutzungsdauerverlängerung sowie Tauschplattformen an.
„Wir reparieren kaputte Produkte – das senkt zwar die Nachfrage nach Neuen, fördert aber die Kundenbindung.“ – Rymhart
Unternehmen können Suffizienz auf zwei Ebenen fördern:
Intern, durch effizientere Prozesse und neue Führungsmodelle.
Und extern, indem sie mit langlebigen Produkten, klarer Kommunikation oder politischem Engagement gesellschaftlichen Wandel mitgestalten.
Eine detaillierte Liste der Suffizienz-Maßnahmen findest Du am Ende der Seite. Die nachfolgende Grafik zeigt unterschiedliche Suffizienzstrategien in Unternehmen:

QUELLE
Gossen, M., Niessen, L. (2025). Business Opportunities to Promote Sufficiency-oriented Life-styles. In: M. J. Cohen, M. Bengtsson, R. Lambino, S. Lorek, & S. McGreevy (Eds.), Handbook of Research on Sustainable Lifestyles.
92 %
der befragten Unternehmen nennen das Engagement, Wissen und die Überzeugung der Mitarbeitenden als zentrale Erfolgsfaktoren.
70 %
geben das wachsende Interesse in Medien und Öffentlichkeit als hilfreichen Rückenwind an.
47 %
sehen auch Kosteneinsparungen als wichtigen Antrieb für die Umsetzung von Suffizienzmaßnahmen.
Weitere Faktoren, die die Umsetzung von Maßnahmen des maßvollen Wirtschaftens unterstützen, sind:

Denk an Dein eigenes Unternehmen:
Welche Strategien des maßvollen Wirtschaftens nutzt Du bereits?
Warum sind diese für Dein Unternehmen wichtig?
Wie reagieren Deine Kund*innen darauf?
Du willst direkt loslegen? Die Checkliste „Suffizienz ins eigene Unternehmen bringen“ bietet praktische Denkanstöße – als PDF zum Download.
Eine detaillierte Liste von internen und externen Suffizienz-Maßnahmen mit Quellenverweisen gibt es hier:
Investitionen anpassen und Gewinnerwartungen von Anteilseigner*innen begrenzen
Governance-Strukturen, die sicherstellen, dass Anteilseigner*innen keine Zinsen oder Dividenden erhalten, um Entscheidungen unabhängig von externen, profitorientierten Interessen treffen zu können. Auswahl von Investor*innen, die langfristige Wirkung bevorzugen.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
Mitarbeitenden-
schulungen zu Suffizienz
Berufliche Weiterbildung oder Schulungen zu Suffizienz, um suffizienzbezogene Dienstleistungen (z. B. Reparaturen) umzusetzen oder Kund*innen suffizienzorientiert zu beraten.
Quelle: Gossen und Kropfeld (2022)
Suffizienzorientierte Eigentums- und Governance-Modelle wählen
Auswahl von Eigentums- und Steuerungsmodellen, die dem Gemeinwohl dienen statt der Gewinnmaximierung (z. B. gemeinnützig), und die sicherstellen, dass der Zweck des Unternehmens nicht verwässert wird.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
Suffizienzfördernde Führung und Unternehmenskultur
Die Unternehmensführung fördert eine Unternehmenskultur, die auf Suffizienz ausgerichtet ist, und stellt sicher, dass sich Mitarbeitende mit Suffizienz identifizieren, z. B. durch Schulungen für Verkaufspersonal mit direktem Kund*innenkontakt.
Quellen: Bruckner (2024); Gossen und Kropfeld (2022)
Technische Mittel begrenzen
Verzicht auf moderne Geräte und Angebote, die den Energie- und Ressourcenverbrauch erhöhen würden.
Quelle: Maurer (2024)
Ressourcenverbrauch begrenzen
Sicherstellen, dass der eigene Ressourcenverbrauch in allen Unternehmensbereichen so weit wie möglich gesenkt wird.
Quelle: Maurer (2024)
BEGRENZUNG VON GEWINNERWARTUNGEN UND WACHSTUMSZIELEN
Nicht Profitmaximierung steht im Mittelpunkt, sondern das Erreichen der Kostendeckung (Break-even) und die Reinvestition von Gewinnen und Wachstum in nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, eine bewusst begrenzte Unternehmensgröße anzustreben.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
Geografischen Wirkungsbereich begrenzen
Fokussierung auf nahegelegene geografische Gebiete, Begrenzung von Produktions- und Vertriebsprozessen auf die Region, Stärkung lokaler Märkte und Lieferbeziehungen, ggf. Rückverlagerung von Geschäftsprozessen („Backshoring“).
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
Produktionsvolumen am Bedarf ausrichten
Definition tatsächlicher Bedarfe (nicht nur Wünsche) der Kund*innen und Ausrichtung der Produktion daran – ggf. weniger produzieren.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
Verzicht auf unnötige Produktinnovationen und -neueinführungen
Vermeidung schneller Innovationszyklen, unnötiger Produkteinführungen oder mehrerer Kollektionen pro Jahr.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
EXTERN
Kund*innen dazu beraten, unnötige Käufe zu vermeiden und ihren Ressourcenverbrauch zu reduzieren
Beratung und Bildung, die zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs beitragen (z. B. Energie oder Wasser).
Quelle: Niessen und Bocken (2021)
EXTERN
Lobbyarbeit und Aktivismus für suffizienzförderliche Rahmenbedingungen
Eintreten für gesetzliche Rahmenbedingungen, die Suffizienz begünstigen, sowie Aufbau eines suffizienzorientierten Ökosystems und Verbreitung entsprechender Praktiken und Wissens.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Bewusstsein für Konsumbedarf schaffen und Konsum hinterfragen
Bildung und Kommunikation, um Konsummuster zu reflektieren und zu verändern. Öffentliche Infragestellung von Konsumhandlungen, häufig durch Werbung oder Kommunikation.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021)
EXTERN
Verkauf und Marketing anpassen
Marketingstrategie, die keine Rabattaktionen bietet und nicht zum Mehrkonsum animiert (z. B. Anti-Black-Friday-Kampagnen). Oft auch Begrenzung der Marketingaktivitäten (z. B. keine Werbebudgets).
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
EXTERN
Langlebige, ressourcenschonende oder personalisierte Produkte gestalten
Design, das auf Langlebigkeit und geringe Ressourcennutzung ausgerichtet ist. Produktion auf Abruf mit Personalisierung oder Upcycling.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Reparatur-, Wiederverwendungs- und Lebensdauerverlängerungsdienste sowie Tauschplattformen anbieten
Möglichkeiten zur Verlängerung der Produktnutzung (z. B. Reparatur, Wiederverwendung, Remanufacturing) und Plattformen für Tausch von Produkten, Dienstleistungen oder Fähigkeiten.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Lange Garantien und Unterstützung bei Reparatur anbieten
Produktgarantien mit kostenfreien oder günstigen Reparaturen. Informationen, Schulungen oder Materialien für Eigenreparatur durch Konsument*innen. Mobile und stationäre Reparaturdienste sowie Rücknahmesysteme.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
EXTERN
Wahre Kosten in der Preisgestaltung berücksichtigen
Vollkostenpreise, die externe Effekte von Konsum und Produktion in die Produktpreise einbeziehen.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Sozial gestaltete Finanzierung für fairen Zugang zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen
Angemessene Preise für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Möglicherweise verknüpft mit Preissteuerung – höherer Ressourcenverbrauch wird teurer.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
Quellenverweise
Beyeler, L., und M. Jaeger-Erben. 2022. “How to Make More of Less: Characteristics of Sufficiency in Business Practices.” Frontiers in Sustainability 3: 949710. https://doi.org/10.3389/frsus.2022.949710
Bruckner, J. 2024. “Towards a Characterization of Sufficiency-Oriented Businesses: Enhancing their Understanding and Identifying Key Dimensions.” In Sufficiency in Business: The Transformative Potential of Business for Sustainability, edited by M. Gossen and L. Niessen, 17-42. Bielefeld: transcript. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6910-7/sufficiency-in-business/
Gossen, M., und M. I. Kropfeld. 2022. “‘Choose Nature. Buy Less.’ Exploring Sufficiency-Oriented Marketing and Consumption Practices in the Outdoor Industry.” Sustainable Production and Consumption 30: 720-736. https://doi.org/10.1016/j.spc.2022.01.005
Maurer, C. 2024. “A Taxonomy of Corporate Sufficiency Strategies: Exploring Driving Factors for Sufficiency in Business.” In Sufficiency in Business:The Transformative Potential of Business for Sustainability, edited by M. Gossen and L. Niessen, 43-64. Bielefeld: transcript. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6910-7/sufficiency-in-business/
Niessen, L., und N. M. P. Bocken. 2021. “How Can Businesses Drive Sufficiency? The Business for Sufficiency Framework.” Sustainable Production and Consumption 28: 1090-1103. https://doi.org/10.1016/j.spc.2021.07.030

Strategien für maßvolles Wirtschaften
Maßvoll wirtschaften ist die Umsetzung von Suffizienz im Unternehmenskontext.
So entsteht eine Wirtschaft, die Ressourcen schont und Zukunft ermöglicht.
Das bedeutet:
Damit Maßvolles Wirtschaften im Unternehmen gelingt, braucht es mehr als gute Ideen. Entscheidend sind Menschen, Haltung – und manchmal auch äußere Impulse.
Was sagen Unternehmen zu den Strategien?
Strukturen, die Verantwortung möglich machen
Mehr als die Hälfte (63 %) der befragten Unternehmen haben eine Unternehmensführung und Eigentümerstruktur, die sich an maßvollem Wirtschaften orientiert.
„Wir sind gerade dabei, die Anteile der GmbH, die für den Reparaturbereich zuständig ist, zur Hälfte an die Mitarbeitenden aufzuteilen. Wir bräuchten allerdings bessere wirtschaftliche Ergebnisse, um uns das leisten zu können. Wir müssen diese Anteile noch ansparen.“ – RUSZ
Konsumkritik als Teil der Kommunikation
67 % der befragten Unternehmen geben an, ihre Kommunikation zu nutzen, um Kund*innen zur Bedarfsreflektion und zu kritischem Konsum aufzurufen.
„Es ist uns wichtig, unsere Kund*innen zum Nachdenken über Konsum anzuregen – etwa über unsere Website.“ – ReNatour
Verlängerte Nutzung statt Neukauf
33 % der befragten Unternehmen bieten Dienstleistungen für Reparatur, Wiederverwendung & Nutzungsdauerverlängerung sowie Tauschplattformen an.
„Wir reparieren kaputte Produkte – das senkt zwar die Nachfrage nach Neuen, fördert aber die Kundenbindung.“ – Rymhart
Unternehmen können Suffizienz auf zwei Ebenen fördern:
Intern, durch effizientere Prozesse und neue Führungsmodelle.
Und extern, indem sie mit langlebigen Produkten, klarer Kommunikation oder politischem Engagement gesellschaftlichen Wandel mitgestalten.
Eine detaillierte Liste der Suffizienz-Maßnahmen findest Du am Ende der Seite. Die nachfolgende Grafik zeigt unterschiedliche Suffizienzstrategien in Unternehmen:

QUELLE
Gossen, M., Niessen, L. (2025). Business Opportunities to Promote Sufficiency-oriented Life-styles. In: M. J. Cohen, M. Bengtsson, R. Lambino, S. Lorek, & S. McGreevy (Eds.), Handbook of Research on Sustainable Lifestyles.
92 %
der befragten Unternehmen nennen das Engagement, Wissen und die Überzeugung der Mitarbeitenden als zentrale Erfolgsfaktoren.
70 %
geben das wachsende Interesse in Medien und Öffentlichkeit als hilfreichen Rückenwind an.
47 %
sehen auch Kosteneinsparungen als wichtigen Antrieb für die Umsetzung von Suffizienzmaßnahmen.
Weitere Faktoren, die die Umsetzung von Maßnahmen des maßvollen Wirtschaftens unterstützen, sind:

Denk an Dein eigenes Unternehmen:
Welche Strategien des maßvollen Wirtschaftens nutzt Du bereits?
Warum sind diese für Dein Unternehmen wichtig?
Wie reagieren Deine Kund*innen darauf?
Du willst direkt loslegen? Die Checkliste „Suffizienz ins eigene Unternehmen bringen“ bietet praktische Denkanstöße – als PDF zum Download.
Eine detaillierte Liste von internen und externen Suffizienz-Maßnahmen mit Quellenverweisen gibt es hier:
Investitionen anpassen und Gewinnerwartungen von Anteilseigner*innen begrenzen
Governance-Strukturen, die sicherstellen, dass Anteilseigner*innen keine Zinsen oder Dividenden erhalten, um Entscheidungen unabhängig von externen, profitorientierten Interessen treffen zu können. Auswahl von Investor*innen, die langfristige Wirkung bevorzugen.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
Mitarbeitenden-
schulungen zu Suffizienz
Berufliche Weiterbildung oder Schulungen zu Suffizienz, um suffizienzbezogene Dienstleistungen (z. B. Reparaturen) umzusetzen oder Kund*innen suffizienzorientiert zu beraten.
Quelle: Gossen und Kropfeld (2022)
Suffizienzorientierte Eigentums- und Governance-Modelle wählen
Auswahl von Eigentums- und Steuerungsmodellen, die dem Gemeinwohl dienen statt der Gewinnmaximierung (z. B. gemeinnützig), und die sicherstellen, dass der Zweck des Unternehmens nicht verwässert wird.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
Suffizienzfördernde Führung und Unternehmenskultur
Die Unternehmensführung fördert eine Unternehmenskultur, die auf Suffizienz ausgerichtet ist, und stellt sicher, dass sich Mitarbeitende mit Suffizienz identifizieren, z. B. durch Schulungen für Verkaufspersonal mit direktem Kund*innenkontakt.
Quellen: Bruckner (2024); Gossen und Kropfeld (2022)
Technische Mittel begrenzen
Verzicht auf moderne Geräte und Angebote, die den Energie- und Ressourcenverbrauch erhöhen würden.
Quelle: Maurer (2024)
Ressourcenverbrauch begrenzen
Sicherstellen, dass der eigene Ressourcenverbrauch in allen Unternehmensbereichen so weit wie möglich gesenkt wird.
Quelle: Maurer (2024)
BEGRENZUNG VON GEWINNERWARTUNGEN UND WACHSTUMSZIELEN
Nicht Profitmaximierung steht im Mittelpunkt, sondern das Erreichen der Kostendeckung (Break-even) und die Reinvestition von Gewinnen und Wachstum in nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, eine bewusst begrenzte Unternehmensgröße anzustreben.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
Geografischen Wirkungsbereich begrenzen
Fokussierung auf nahegelegene geografische Gebiete, Begrenzung von Produktions- und Vertriebsprozessen auf die Region, Stärkung lokaler Märkte und Lieferbeziehungen, ggf. Rückverlagerung von Geschäftsprozessen („Backshoring“).
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
Produktionsvolumen am Bedarf ausrichten
Definition tatsächlicher Bedarfe (nicht nur Wünsche) der Kund*innen und Ausrichtung der Produktion daran – ggf. weniger produzieren.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
Verzicht auf unnötige Produktinnovationen und -neueinführungen
Vermeidung schneller Innovationszyklen, unnötiger Produkteinführungen oder mehrerer Kollektionen pro Jahr.
Quelle: Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
EXTERN
Kund*innen dazu beraten, unnötige Käufe zu vermeiden und ihren Ressourcenverbrauch zu reduzieren
Beratung und Bildung, die zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs beitragen (z. B. Energie oder Wasser).
Quelle: Niessen und Bocken (2021)
EXTERN
Lobbyarbeit und Aktivismus für suffizienzförderliche Rahmenbedingungen
Eintreten für gesetzliche Rahmenbedingungen, die Suffizienz begünstigen, sowie Aufbau eines suffizienzorientierten Ökosystems und Verbreitung entsprechender Praktiken und Wissens.
Quellen: Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Bewusstsein für Konsumbedarf schaffen und Konsum hinterfragen
Bildung und Kommunikation, um Konsummuster zu reflektieren und zu verändern. Öffentliche Infragestellung von Konsumhandlungen, häufig durch Werbung oder Kommunikation.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021)
EXTERN
Verkauf und Marketing anpassen
Marketingstrategie, die keine Rabattaktionen bietet und nicht zum Mehrkonsum animiert (z. B. Anti-Black-Friday-Kampagnen). Oft auch Begrenzung der Marketingaktivitäten (z. B. keine Werbebudgets).
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Bruckner (2024); Maurer (2024)
EXTERN
Langlebige, ressourcenschonende oder personalisierte Produkte gestalten
Design, das auf Langlebigkeit und geringe Ressourcennutzung ausgerichtet ist. Produktion auf Abruf mit Personalisierung oder Upcycling.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Reparatur-, Wiederverwendungs- und Lebensdauerverlängerungsdienste sowie Tauschplattformen anbieten
Möglichkeiten zur Verlängerung der Produktnutzung (z. B. Reparatur, Wiederverwendung, Remanufacturing) und Plattformen für Tausch von Produkten, Dienstleistungen oder Fähigkeiten.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Lange Garantien und Unterstützung bei Reparatur anbieten
Produktgarantien mit kostenfreien oder günstigen Reparaturen. Informationen, Schulungen oder Materialien für Eigenreparatur durch Konsument*innen. Mobile und stationäre Reparaturdienste sowie Rücknahmesysteme.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
EXTERN
Wahre Kosten in der Preisgestaltung berücksichtigen
Vollkostenpreise, die externe Effekte von Konsum und Produktion in die Produktpreise einbeziehen.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Maurer (2024)
EXTERN
Sozial gestaltete Finanzierung für fairen Zugang zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen
Angemessene Preise für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Möglicherweise verknüpft mit Preissteuerung – höherer Ressourcenverbrauch wird teurer.
Quellen: Gossen und Kropfeld (2022); Niessen und Bocken (2021); Beyeler und Jaeger-Erben (2022)
Quellenverweise
Beyeler, L., und M. Jaeger-Erben. 2022. “How to Make More of Less: Characteristics of Sufficiency in Business Practices.” Frontiers in Sustainability 3: 949710. https://doi.org/10.3389/frsus.2022.949710
Bruckner, J. 2024. “Towards a Characterization of Sufficiency-Oriented Businesses: Enhancing their Understanding and Identifying Key Dimensions.” In Sufficiency in Business: The Transformative Potential of Business for Sustainability, edited by M. Gossen and L. Niessen, 17-42. Bielefeld: transcript. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6910-7/sufficiency-in-business/
Gossen, M., und M. I. Kropfeld. 2022. “‘Choose Nature. Buy Less.’ Exploring Sufficiency-Oriented Marketing and Consumption Practices in the Outdoor Industry.” Sustainable Production and Consumption 30: 720-736. https://doi.org/10.1016/j.spc.2022.01.005
Maurer, C. 2024. “A Taxonomy of Corporate Sufficiency Strategies: Exploring Driving Factors for Sufficiency in Business.” In Sufficiency in Business:The Transformative Potential of Business for Sustainability, edited by M. Gossen and L. Niessen, 43-64. Bielefeld: transcript. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6910-7/sufficiency-in-business/
Niessen, L., und N. M. P. Bocken. 2021. “How Can Businesses Drive Sufficiency? The Business for Sufficiency Framework.” Sustainable Production and Consumption 28: 1090-1103. https://doi.org/10.1016/j.spc.2021.07.030